Überblick

Kurzsedierung ist definiert als eine Technik zur Verabreichung von Sedativa oder dissoziativen Substanzen mit oder ohne Schmerzmittel, um einen Zustand zu erreichen, bei dem der Patient unangenehme Eingriffe toleriert und gleichzeitig seine Herz- und Atemfunktionen erhalten bleiben. Kurzsedierungen werden beispielsweise bei Koloskopien eingesetzt. 

 

Die Allgemeinanästhesie führt durch die Verabreichung von Anästhetika in Kombination mit Opioid-Analgetika zum Verlust des Bewusstseins und des Empfindens der Patienten. Dies ermöglicht die Durchführung medizinischer Verfahren wie größerer, sonst unzumutbarer Operationen mit minimalen Beschwerden und mit einer positiven Nutzen-Risiko-Bewertung. 

 

Durch das Bevölkerungswachstum und andere Faktoren wie Überalterung der Bevölkerung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Ernährungsgewohnheiten, Rauchen und Alkohol nimmt die Zahl der chirurgischen Eingriffe weltweit nach wie vor weiter zu. Aktuelle Schätzungen gehen von mehr als 230 Millionen1 chirurgischen Eingriffe pro Jahr aus, die Mehrheit davon in dem Gebiet der Allgemeinen, Orthopädischen/Trauma- und Geburtshilflichen/Gynäkologischen Chirurgie.

 

Im letzten Jahrzehnt hat der Markt für Sedierung und Anästhesie im Bereich der pharmazeutischen Entwicklung wenig Neues hervorgebracht, so dass Raum für Innovationen bleibt. Deshalb wird im Rahmen der Qualitätsbewertung die Narkosesicherheit kontinuierlich überprüft und beinhaltet Elemente wie Wirksamkeit, unbeabsichtigtes Aufwachen während einer Operation, Atemdepression, hämodynamische Stabilität, postoperative Verwirrtheit sowie deren langfristige Auswirkungen auf die Patienten.

 


1 The Lancet: Estimate of the global volume of surgery in 2012: an assessment supporting improved health outcomes.